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Unterwegs im ICE 70 – 15.02.2013

Freitag, 15.02.2013 – Ich bin auf dem Heimweg von einem Kundentermin in Frankfurt/Main. Knapp 45 vor meinem ICE sollte der ICE 276 nach Berlin fahren, der aufgrund eines Schadens am Triebzug ab Frankfurt allerdings ersatzlos ausfiel. Dementsprechend war der ICE 70 dann sehr gut gefüllt, da Reisende nach Kassel, Göttingen und Berlin nun bei mir im ICE 70 mitfuhren.

In solchen Momenten bin ich dann froh mir die 4 Euro einer Sitzplatzreservierung zu gönnen. Und da waren sie dann wieder, die Laienbahnfahrer, die sich mit ihren zig Koffern durch die Gänge quälten und Ausschau hielten ob sie nicht doch noch irgendwo einen freien Sitzplatz ohne Reservierung ergattern können. Dann am besten noch im Gang stehen bleiben und rumdiskutieren, während vor und hinter ihnen sich die Leute stauen. Immer wieder ein herrliches Bild, während man selbst bereits auf seinem reservierten Platz sitzt, weil man vorab geschaut hat wo der jeweilige Wagen hält und sich entsprechend positioniert hat.

Während einige dann auf nicht für sie reservierten Plätzen Platz nahmen und dann schon wenige Minuten wieder aufstehen durften, hatten andere etwas mehr Glück.

Darunter war auch eine junge Frau aus Südeuropa. Sie telefonierte zwischen Frankfurt und Göttingen mehrmals in einer mir nicht bekannten Sprache. Der Hammer war als sie dann während eines Telefonats auch noch anfing zu singen. Wir schauten uns alle nur noch entgeistert an. Hat sie aber anscheinend nicht gestört. Zum Glück musste sie in Göttingen ihren Platz räumen, weil der für wen anderen reserviert war. So hatte ich wenigstens zwischen Göttingen und Hannover noch etwas Ruhe gehabt.

Telefonieren im Zug ist ja kein Problem, aber warum in einer Lautstärke, daß der gesamte Wagen etwas davon hat? Und warum muß man dann auch noch unbedingt singen?

Ansonsten muß man aber auch mal wieder die Bahn loben. Das Zugpersonal hatte alles souverän im Griff und mein ICE war, wie auch alle anderen an diesem Tag genutzten Züge, auf die Minute pünktlich.

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