Unterwegs im ICE 90 – 03.11.2013

Rückfahrt vom Barcamp Nürnberg. Bei der Ankunft auf dem Hauptbahnhof stand der ICE 90 bereits mit +5 Minuten Verspätung an der Anzeigentafel. Also hatte ich noch Zeit und ging erstmal in die Lounge. Da warf ich dann einen Blick in die DB Navigator-App und siehe da, eine Meldung bezüglich meines ICE 90. Der Zug verkehrte heute nur mit einem Zugteil, Mitfahrt in dem Zug sei nicht garantiert. Also dann mal zum Bahnsteig hoch und der stand bereits voller Menschen. Tatsächlich kam der ICE 90 mit +5 in Nürnberg Hbf an und hatte noch einen anderen ICE außerplanmäßig mit im Schlepp, der dann dort abgekuppelt werden sollte.

Zuerst einmal aber einsteigen. Natürlich hat sich niemand dafür interessiert, wo auf dem Zugzielanzeiger die 1. und die 2. Klasse angeschrieben waren und so begann ein hektisches Hin und Her. Ich stand fast passend und war überrascht wie volles auch bereits in der 1. klasse war. also schnell einsteigen und einen der letzten freien Plätze ergattern, die es im Endwagen noch gab.

Inzwischen wurde es immer voller und irgendwann stieg noch eine Reisegruppe mit Rentnern in die 1. Klasse ein. Die hatten nur ein Problem: es gab für sie nicht mehr genügend Sitzplätze. Für mich wieder so ein Unding: müssen solche Rentnergruppen ihre Ausflüge unbedingt auf einen Sonntagabend legen, wo die Fernzüge erfahrungsgemäß eh mit Fernpendlern mehr als gut gefüllt sind? Als Rentner ist man doch viel flexibler als Berufstätige und kann seine Reisen entsprechend auf Tage legen, wo die Züge nicht überfüllt sind.

Aber dazu später noch was. Erstmal ging es darum, daß wir nicht ausfahren konnten. Laut Ansage gab es wohl einen Stromausfall im Zug, dann lag es wohl aber (auch) an den Problemen die beiden ICE zu trennen. Das gelang dann wohl einem der Lokführer nur mit Gewaltanwendung. Mit +15 ging es dann ungefähr los.

Hinter Würzburg kam dann die Fahrkartenkontrolle. Der Reiseleiter der Rentnergruppe regte sich fürchterlich auf, warum man nicht einen weiteren Zug angehängt habe usw. Scheinbar hatten sie für den fehlenden Zugteil eine Reservierung gehabt. Die war nun hinfällig und die Zugbegleiterin konnte auf der Fahrkarte nur bestätigen, daß dieser Zugteil fehle und sich der Reiseleiter wohl die Reservierungsentgelt wiedergeben lassen könne. Der aber war damit nicht zufrieden und laberte ewig auf die beiden Zugbegleiterinnen ein. In dem Moment war ich froh, nicht an deren Stelle zu sein. Ich weiß nicht was ich dem an den Kopf geworfen hätte.

Irgendwann näherten wir uns Hannover. In Kassel-Wilhelmshöhe hatte der Zug noch +20 Minuten Verspätung gehabt. Planmäßig war die Ankunft wohl für 20.32 Uhr vorgesehen und jeder normaldenkende Mensch weiß, daß man dann wohl nicht pünktlich in Hannover sein wird. Doch schon kurz vor der planmäßigen Ankunftszeit machten sich die Rentner fertig und stellten sich dann brav im Gang auf. Wir erreichten Hannover dann übrigens um 20.53 Uhr. ^^ Ohne Grund 20 Minuten im Gang zu stehen war plötzlich für keinen Rentner zu viel, vorher gabs noch Gezeter wegen des fehlenden Zugteils und weil nicht alle nen Sitzplatz bekamen. Ich blieb dann bis 3-4 Minuten vor Ankunft sitzen und war dennoch einer der ersten die den Zug verließen.

Fazit: Mit Rentnern in einem Zug kann schon anstrengend sein.

Über Torsten

Social Media-Enthusiast, Hobbyfotograf, Barcamper und Bahnfahrer aus Magdeburg. Ich bin auch bei Google+ zu finden.

05. November 2013 von Torsten
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